Analysen

Identifizierung und Charakterisierung autonomiestützender Ressourcen

Die Verbundpartner gehen von einem komplexen Zusammenspiel unterschiedlicher Ressourcen aus, welche die Aufrechterhaltung von Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmtheit beeinflussen. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen daher die Wirkungen personaler, sozialer, sozialräumlicher, medizinischer, pflegerischer und pharmakologischer Ressourcen und deren Wechselbeziehungen. Darüber hinaus antizipieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler soziale, kulturelle, alters- und geschlechtsspezifische Differenzen im Hinblick auf das Vorhandensein und die Aktivierung von Ressourcen.

Von diesen Grundannahmen ausgehend untersuchen die Projekte »PREFER, »NEIGHBOURHOOD, »INSOMNIA und »PAIN vertiefend die Wirkung spezifischer Ressourcen auf den Autonomieerhalt. Phänomenen wie Sturz, Schmerz und Schlafstörungen wird dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Sie treten häufig bei älteren Menschen mit Mehrfacherkrankungen auf und gehen mit einem besonderen Risiko des Autonomieverlustes einher. Darüber hinaus sind die Projekte so angelegt, dass Differenzen aufgrund sozialer und kultureller Herkunft sowie des Alters und des Geschlechts beobachtet werden können.

Die Herauskristallisierung der Wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen Ressourcen wird vor allem in enger Kooperation zwischen den Projekten stattfinden.

Zwei Projekte fokussieren auf die Situation der abhängig lebenden alten Menschen. Bis heute ist diese Personengruppe in der Gesundheitsberichterstattung wie in der gerontologischen Forschung unterrepräsentiert.