Methodenentwicklung

Entwicklung eines konzeptionellen Rahmens und standardisierter Instrumente zur Erfassung von Multimorbidität, Autonomie und Lebensqualität

Aktuell gibt es keine wissenschaftliche Übereinkunft darüber, wie das heterogene und komplexe Phänomen der Multimorbidität zu definieren und standardisiert zu erfassen ist. Dementsprechend liegen auch noch keine zuverlässigen Aussagen zur Prävalenz von Multimorbidität im Alter vor.
In der gerontologischen Forschung haben die Konstrukte Autonomie und subjektive Lebensqualität bzw. Wohlbefinden eine hohe Relevanz. Sie werden als einander ergänzende Konstrukte wahrgenommen. Zu wenig weiß man jedoch darüber, in welchen Beziehungen diese Konstrukte zueinander stehen, was Autonomie konkret für älter werdende und alte Menschen angesichts multipler Erkrankungen und Belastungen bedeutet und inwieweit die existierenden standardisierten Instrumente dies zu erfassen in der Lage sind.

Entsprechend diesem Bedarf an theoretisch-methodischen Grundlagen zur angemessenen Erfassung von Multimorbidität, Autonomie und Lebensqualität bei älteren und alten Menschen strebt der AMA-Verbund an, standardisierte Messinstrumente zur mehrdimensionalen Erfassung dieser Konstrukte zu entwickeln. Zugleich sollen Grundlagen für eine bevölkerungsrepräsentative Stichprobenziehung im Sinne empirisch abgesicherter Zugangswege geschaffen werden, vor allem für schwer erreichbare Gruppen wie Heimbewohnerinnen und -bewohner, Menschen mit Migrationshintergrund oder kognitiven Beeinträchtigungen.

Die Projekte OMAHA und MIGRANT-DEM leisten hierzu einen bedeutenden Beitrag.